Stefanie Kyhos - Praxis für Psychologische Beratung und Coaching
Neuanfang nach Trennung - 7 Schritte, die wirklich helfen
Wenn eine Beziehung endet, bricht oft eine ganze Welt zusammen. Doch in diesem Schmerz liegt auch die Chance für einen echten Neuanfang. Als Psychologische Beraterin begleite ich Menschen im Raum Bamberg durch genau diese Phase – und zeige Ihnen heute, welche Schritte wirklich helfen.
Das Ende ist auch ein Anfang
Sie haben es vielleicht selbst schon erlebt oder erleben es gerade: Eine Trennung fühlt sich an wie freier Fall. Alles, was vertraut war, ist plötzlich weg. Die gemeinsamen Pläne, die Routinen, das Gefühl von Sicherheit – verschwunden.
Und mittendrin stehen Sie. Mit einem Herzen voller Schmerz, einem Kopf voller Fragen und der großen Unsicherheit: Wie geht es jetzt weiter?
Die gute Nachricht: Es geht weiter. Und Sie müssen diesen Weg nicht alleine gehen.
In meiner Praxis in Pommersfelden erlebe ich immer wieder, wie Menschen nach einer Trennung nicht nur wieder auf die Beine kommen, sondern oft sogar gestärkt aus dieser Krise hervorgehen. Der Weg dorthin ist nicht leicht – aber er ist möglich.
Warum die ersten Wochen so schwer sind
Direkt nach einer Trennung durchleben die meisten Menschen eine emotionale Achterbahnfahrt. Das ist völlig normal und hat einen wichtigen Grund: Ihr Gehirn muss erst begreifen, dass eine wichtige Bindung nicht mehr existiert.
Was in Ihnen vorgeht:
- Trauer um das Verlorene
- Wut auf den Partner oder sich selbst
- Angst vor der Zukunft
- Erleichterung (ja, auch das ist okay!)
- Schuldgefühle
- Sehnsucht nach dem, was war
All diese Gefühle dürfen da sein. Sie sind nicht zu viel. Sie sind nicht schwach. Sie sind menschlich.
Viele meiner Klientinnen und Klienten aus Bamberg, Forchheim und Erlangen-Höchstadt berichten mir, dass sie sich in dieser Phase wie im Nebel fühlen. Konzentration fällt schwer, Schlaf ist unruhig, der Alltag überfordert. Das gehört zum Prozess dazu.
Die 7 Schritte zu Ihrem Neuanfang
1. Erlauben Sie sich zu trauern
Der erste und vielleicht wichtigste Schritt: Geben Sie dem Schmerz Raum.
Unsere Gesellschaft suggeriert oft, dass wir schnell "darüber hinweg" kommen sollten. Aber Trauer braucht Zeit. Und Trauer ist wichtig – sie ist der Weg, wie wir Abschied nehmen.
- Was Ihnen jetzt hilft:
- Weinen Sie, wenn Ihnen danach ist
- Sprechen Sie über Ihre Gefühle (mit Freunden, Familie oder professioneller Unterstützung)
- Schreiben Sie auf, was Sie bewegt
- Erlauben Sie sich schlechte Tage
Wichtig dabei: Trauer ist kein linearer Prozess. Es gibt Tage, an denen Sie denken, Sie hätten das Schlimmste überstanden – und dann überwältigt Sie die Traurigkeit wieder. Das ist normal. Drei Schritte vor, zwei zurück – so funktioniert Heilung.
2. Schaffen Sie klare Grenzen
Nach einer Trennung ist es verführerisch, den Kontakt aufrechtzuerhalten. "Wir bleiben Freunde", "Nur noch einmal reden", "Schauen, ob da noch was geht" – diese Gedanken kennen viele.
Doch für einen echten Neuanfang brauchen Sie Abstand. Zumindest für eine Weile.
- Konkrete Maßnahmen:
- Löschen oder archivieren Sie gemeinsame Chat-Verläufe
- Entfolgen Sie Ihrem Ex-Partner in sozialen Medien (zumindest vorübergehend)
- Vereinbaren Sie klare Regeln, wenn Kontakt notwendig ist (z.B. wegen gemeinsamer Kinder)
- Räumen Sie Erinnerungsstücke weg (nicht wegwerfen – einfach aus dem Blickfeld)
Das fühlt sich hart an. Vielleicht sogar falsch. Aber diese Grenzen schützen Sie und geben Ihrem Herzen die Chance zu heilen, ohne ständig wieder aufgerissen zu werden.
3. Holen Sie sich Unterstützung
Niemand muss eine Trennung alleine durchstehen. Im Gegenteil: Gerade jetzt ist es wichtig, dass Sie sich Hilfe holen.
- Mögliche Unterstützung:
- Freunde und Familie, die einfach nur zuhören
- Selbsthilfegruppen oder Foren
- Psychologische Beratung (in meiner Praxis im Raum Bamberg begleite ich Sie empathisch durch diese Phase)
- Online-Angebote, wenn Ihnen der Weg in die Praxis zu schwer fällt
In der Psychologischen Beratung schauen wir gemeinsam auf Ihre ganz individuelle Situation. Wir arbeiten daran, was Sie jetzt brauchen – sei es emotionale Stabilisierung, Klarheit über die Beziehung oder Strategien für den Alltag.
Der systemische Ansatz hilft dabei, nicht nur die Trennung selbst zu verstehen, sondern auch die Muster, die vielleicht zu ihr geführt haben. Das ist keine Schuldzuweisung, sondern eine Chance zu wachsen.
4. Entwickeln Sie neue Routinen
Eine Beziehung strukturiert unseren Alltag. Gemeinsame Abendessen, Wochenendrituale, die Art wie wir unseren Tag beginnen und beenden – all das war oft auf den Partner abgestimmt.
Nach der Trennung entsteht eine Leere. Und diese Leere können Sie gestalten.
- Neue Strukturen aufbauen:
- Etablieren Sie Morgen- und Abendroutinen, die nur für Sie sind
- Planen Sie feste Termine ein (Sport, Hobbys, Treffen mit Freunden)
- Probieren Sie etwas Neues aus, was Sie schon immer machen wollten
- Schaffen Sie kleine Rituale der Selbstfürsorge
Eine Klientin erzählte mir, dass sie sich jeden Samstagmorgen bewusst Zeit für einen ausgiebigen Kaffee auf dem Balkon nimmt – etwas, das in der Beziehung nie möglich war. Diese kleinen Momente der Neugestaltung sind wertvoll.
5. Verarbeiten Sie die Beziehung
Um wirklich loszulassen, ist es wichtig, die Beziehung zu verarbeiten. Das bedeutet nicht, alles zu verstehen oder zu verzeihen – es bedeutet, für sich selbst Frieden damit zu finden.
- Verarbeitungsstrategien:
- Schreiben Sie einen Brief an Ihren Ex-Partner (den Sie nicht abschicken)
- Reflektieren Sie: Was habe ich gelernt? Was will ich anders machen?
- Würdigen Sie auch die schönen Momente – sie waren Teil Ihrer Geschichte
- Arbeiten Sie mit einer Psychologischen Beraterin an tiefer liegenden Mustern
Viele Menschen tendieren dazu, entweder die Beziehung zu idealisieren ("Es war alles perfekt") oder zu verteufeln ("Es war die Hölle"). Die Wahrheit liegt meist dazwischen. In der Beratung helfe ich Ihnen, eine ausgewogene Perspektive zu entwickeln.
6. Kümmern Sie sich um Ihr körperliches Wohlbefinden
Psyche und Körper sind eng verbunden. Trennungsschmerz zeigt sich oft auch körperlich: Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Erschöpfung.
Deshalb ist es so wichtig, gut für Ihren Körper zu sorgen:
- Körperliche Selbstfürsorge:
- Achten Sie auf regelmäßige Mahlzeiten (auch wenn Sie keinen Appetit haben)
- Bewegen Sie sich an der frischen Luft – ein Spaziergang kann Wunder wirken
- Versuchen Sie, einen halbwegs geregelten Schlafrhythmus beizubehalten
- Nutzen Sie Entspannungstechniken (Progressive Muskelentspannung, Atemübungen)
Als Entspannungspädagogin kann ich Ihnen gezielte Techniken zeigen, die Ihnen helfen, zur Ruhe zu kommen. Gerade in der Trennungsphase, wenn Gedanken kreisen und Emotionen hochkochen, sind solche Tools unglaublich wertvoll.
7. Gestalten Sie bewusst Ihre Zukunft
Irgendwann – und dieser Zeitpunkt ist für jeden anders – kommt der Moment, in dem Sie nicht mehr nur zurückblicken, sondern nach vorne schauen können.
- Neuorientierung entwickeln:
- Welche Wünsche haben Sie für Ihr Leben?
- Was wollen Sie erreichen, erleben, verändern?
- Welche Werte sind Ihnen wichtig?
- Wie soll Ihr Leben in einem, in fünf Jahren aussehen?
In meiner Arbeit als Coach unterstütze ich Sie dabei, diese Vision zu entwickeln und konkrete Schritte dorthin zu planen. Coaching ist dabei zukunftsorientiert und lösungsfokussiert – eine wunderbare Ergänzung zur verarbeitenden Beratung.
Wann professionelle Unterstützung sinnvoll ist
Nicht jeder braucht nach einer Trennung Psychologische Beratung. Aber es gibt Anzeichen, die darauf hindeuten, dass professionelle Unterstützung hilfreich sein könnte:
- Die Trauer überkommt Sie auch nach Wochen oder Monaten noch genauso heftig wie am Anfang
- Sie ziehen sich immer mehr zurück und schaffen den Alltag kaum noch
- Gedanken an Ihren Ex-Partner bestimmen Ihr ganzes Denken
- Sie entwickeln Ängste oder Panikattacken
- Alte Wunden aus früheren Beziehungen brechen auf
- Sie spüren eine tiefe Hoffnungslosigkeit
Wenn Sie sich in einem oder mehreren Punkten wiedererkennen, zögern Sie nicht, sich Hilfe zu holen. In meiner Praxis für Psychologische Beratung und Coaching in Pommersfelden (nahe Bamberg, Forchheim, Erlangen-Höchstadt) arbeite ich traumasensibel und systemisch mit Menschen in genau dieser Situation.
Das bedeutet: Ich schaue nicht nur auf die aktuelle Trennung, sondern auch auf tiefere Muster, die vielleicht schon länger bestehen. Und ich gehe behutsam mit dem um, was emotional gerade sehr belastend für Sie ist.
Häufige Stolpersteine beim Neuanfang
Auf dem Weg zum Neuanfang gibt es ein paar klassische Fallen, die ich immer wieder sehe:
1. Zu schnell in eine neue Beziehung stürzen
Der Wunsch, die Leere zu füllen und den Schmerz zu betäuben, ist verständlich. Aber ohne Verarbeitung nehmen Sie alte Muster in die neue Beziehung mit.
2. Sich mit dem Ex-Partner vergleichen
"Ist er/sie schon glücklicher als ich?" Diese Gedanken sind Gift. Konzentrieren Sie sich auf Ihren eigenen Weg.
3. Die Trennung alleine durchstehen wollen
Stärke zeigt sich nicht darin, alles alleine zu schaffen. Sondern darin, sich Unterstützung zu holen, wenn man sie braucht.
4. Zu hohe Erwartungen an sich selbst
"Nach drei Monaten sollte ich doch drüber weg sein." Nein, sollten Sie nicht. Jeder braucht seine Zeit.
Ihr persönlicher Zeitplan
Die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird: "Wie lange dauert es, bis ich über die Trennung hinweg bin?"
Die ehrliche Antwort: Das ist bei jedem anders.
Als grobe Orientierung sagen Psychologen oft: Etwa die Hälfte der Beziehungsdauer braucht es, um eine Trennung zu verarbeiten. Bei einer zweijährigen Beziehung also etwa ein Jahr.
Aber das ist wirklich nur eine Orientierung. Manche Menschen brauchen länger, andere kürzer. Entscheidend sind Faktoren wie:
- Wie intensiv war die Beziehung?
- Wer hat sich getrennt?
- Gab es Betrug oder andere Verletzungen?
- Wie gut ist Ihr soziales Netz?
- Welche Trennungserfahrungen bringen Sie mit?
Seien Sie geduldig mit sich. Heilung braucht Zeit.
Ressourcen und Selbsthilfe-Tools
Neben professioneller Unterstützung gibt es auch viele Dinge, die Sie selbst tun können:
Bücher zum Thema:
- "Der Resilienz-Code" (mein eigenes Buch über Krisenbewältigung und innere Stärke)
- Literatur zu Trennung und Neuanfang
Praktische Übungen:
- Journaling: Schreiben Sie täglich Ihre Gedanken auf
- Dankbarkeitsübung: Notieren Sie drei Dinge, für die Sie heute dankbar sind
- Achtsamkeitsmeditation: Bringt Sie zurück ins Hier und Jetzt
Online-Ressourcen:
- Podcasts zum Thema Trennung und Persönlichkeitsentwicklung
- Selbsthilfe-Foren (aber Vorsicht vor zu viel negativem Input)
In meinem kostenlosen eBooklet "Gelassen durch den Alltag: Deine 8 SOS-Tipps" finden Sie zudem praktische Tools für mehr Resilienz und Selbstregulation – gerade in emotional belastenden Zeiten wie einer Trennung unglaublich wertvoll.
Neuanfang nach Trennung: Was Sie mitnehmen
Eine Trennung ist schmerzhaft. Aber sie ist auch eine Chance.
Die Chance, sich selbst besser kennenzulernen. Die Chance, alte Muster zu erkennen und zu verändern. Die Chance, herauszufinden, was Sie wirklich wollen und brauchen.
Sie müssen diesen Weg nicht alleine gehen. In meiner Praxis in Pommersfelden begleite ich Sie empathisch, systemisch und traumasensibel durch diese herausfordernde Zeit. Ob in persönlichen Gesprächen vor Ort im Raum Bamberg oder bequem online per Videosprechstunde.
Ihre nächsten Schritte:
Wenn Sie spüren, dass Sie Unterstützung gebrauchen könnten, vereinbaren Sie gerne ein kostenloses 15-minütiges Kennenlerngespräch mit mir. Manchmal hilft schon dieses erste Gespräch, um Klarheit zu gewinnen.
Sie erreichen mich telefonisch unter 09502 - 92 54 405 oder direkt über meinen [Online-Kalender](https://zeeg.me/kontakt1588).
Und denken Sie daran: Nach jedem Ende kommt ein neuer Anfang. Ihr Neuanfang wartet bereits auf Sie.
Und denken Sie daran:
Nach jedem Ende kommt ein neuer Anfang. Ihr Neuanfang wartet bereits auf Sie.
*Stefanie Kyhos ist Psychologische Beraterin, systemischer Coach, Resilienztrainerin und Traumafachberaterin mit Praxis in Pommersfelden bei Bamberg. Sie begleitet Menschen durch Lebenskrisen, Trennungen und persönliche Entwicklungsprozesse – empathisch, professionell und mit Blick auf das große Ganze.*
